Die Geschichte der APA in Jahreszahlen

Die APA blickt einschließlich ihrer direkten Vorgänger auf eine mehr als 160-jährige Geschichte zurück. Sie zählt damit neben AFP/Havas, AP und Reuters zu den vier ältesten Nachrichtenagenturen weltweit.

Zentrale Stationen auf dem Weg zur nächsten Generation der Nachrichtenagentur

1849 Gründung der „Österreichischen Correspondenz“: Der Publizist Joseph Tuvora gründet am 10. Oktober 1849 in Wien ein Nachrichten-Büro zur Belieferung von vorrangig offiziösen Tageszeitungen.

1859 Umwandlung in das „K.K. Telegraphen-Korrespondenz-Bureau“ (Korr.-Büro): Eine Falschmeldung über den Ausgang der Schlacht von Magenta/Oberitalien führt zur Umwandlung in ein amtliches Nachrichtenbüro.

1869 Erster Vertrag mit Reuters und Havas: Abschluss eines Vertrages über den Austausch der Agenturdienste von Reuters, der Agence Havas (Vorläuferin der AFP) und dem Korr.-Büro – Beginn einer bis heute bestehenden Vertragsbeziehung.

1914 Integration in das „Kriegspressequartier“: Während des 1. Weltkrieges wird das Korr.-Büro Teil des K.u.K. Kriegspressequartiers (K.P.Q.).

1921 Dem neu geschaffenen Bundespressedienst unterstellt: Das Korr.-Büro wird als Abteilung in den Bundespressedienst eingegliedert und mit 1. Jänner 1922 in „Amtliche Nachrichtenstelle (ANA)“ umbenannt.

1938 Zweigstelle Wien des „Deutschen Nachrichten Büros“ (DNB): Nach dem „Anschluss“ Österreichs wird die ANA aufgelöst; stattdessen wird vom DNB die „Zweigstelle Wien“ eingerichtet.

1945 Wiedererrichtung der „Amtlichen Nachrichtenstelle“ (ANA)

1946 Umwandlung in die „Austria Presse Agentur“: Aufgrund des Drucks der anglo-amerikanischen Alliierten und der Initiative von Reuters wird die ANA durch die APA ersetzt. Diese gehört als Genossenschaft den Zeitungsverlagen und ist vom Staat unabhängig.

1956 Börsebrand und Zerstörung der APA-Zentrale: Beim Brand der Wiener Börse werden sämtliche Büroräumlichkeiten der APA zerstört.

1964 ORF wird Mitglied der APA: Während der Österreichische Rundfunk in den Jahren nach dem Krieg als „Nichtmitglied“ Bezieher der APA-Dienste war, wird er nun als Genossenschafter Miteigentümer.

1969 Schaffung des „Zweiten Netzes“ der APA: Um insbesondere Parteien und Unternehmen die Möglichkeit zu geben, Medien mit ihren PR-Aussendungen direkt zu erreichen, wird von der APA ein zweites Fernschreibnetz geschaffen – der Vorläufer von APA-OTS.

1977 Einführung des ersten elektronischen Redaktionssystems: Als erstes Medienunternehmen in Österreich und eine der ersten Agenturen in Europa führt die APA ihr erstes Redaktionssystem mit damals 16 Bildschirmen ein.

1985 Einführung des APA-Bilderdienstes: In Ergänzung zu den Text-Diensten startet die APA ihren aktuellen Pressebilderdienst und wird 1986 Gesellschafterin der epa European Pressphoto Agency bV.

1989 Markteinführung von APA-Online: Das von der APA entwickelte Realtime-Informationssystem ist verknüpft mit einem Datenbank-Host und leitet eine neue Ära der wirtschaftlichen Prosperität bei der APA ein.

1990 Beginn der elektronischen Zeitungs-Archivierung: „Der Standard“ ist die erste Zeitung, die bei APAOnline elektronisch archiviert wird.

2000 Gründung APA-OTS: Die APA-OTS GmbH wird als 100-prozentige Tochterfirma der APA gegründet. Als neue Abteilung speziell für die Anforderungen neuer Medien wird APA-MultiMedia ins Leben gerufen.

2001 MediaWatch: Die APA erwirbt eine Mehrheitsbeteiligung an dem auf Medien-Inhaltsanalysen spezialisierten Innsbrucker Start-up MediaWatch.

2002 APA-IT und APA-DeFacto: Die Bereiche Technik sowie Datenbanken & Profildienste werden aus der APA ausgegliedert und agieren als APA-IT Informations Technologie GmbH und APA-DeFacto Datenbank & Contentmanagement GmbH, beide 100-prozentige Töchter der APA, am Markt.

2003 Beteiligungen, Erweiterungen, Erneuerungen: Die APA beteiligt sich an dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH und lanciert mit APA-Images eine eigene Bildagentur. APA-DeFacto erweitert ihre Datenbanken um ORF-Sendungen.

2005 Ankunft & Aufbruch: Die APA übersiedelt nach 35 Jahren in Wien-Heiligenstadt an ihren neuen Standort am Naschmarkt.

2006 Übernahme Contrast Bildagentur: Die APA übernimmt die Contrast Bildagentur und fusioniert diese mit APAImages zur APA-PictureDesk GmbH. Damit entsteht der führende Bildanbieter Österreichs. Mit November lernen in der APA die Bilder laufen: APA-MultiMedia produziert die ersten Video-Nachrichten.

2007 Keystone: APA übernimmt 60 Prozent an der führenden Bildagentur der Schweiz, der Keystone AG.

2008 Generationenwechsel: Mit der EURO08 bestreitet die APA ihre bisher größte redaktionelle Herausforderung. Wolfgang Vyslozil tritt nach 26 Jahren an der Spitze der APA in den Ruhestand; ihm folgt Peter Kropsch.

2009 Fokus Medien: Im Krisenjahr setzt die APA verstärkt auf Innovation. Das Projekt Fokus Medien wird gestartet. In enger Abstimmung mit den Eigentümern werden Services und Dienstleistungen identifiziert, mit denen die APA ihre Mitglieder in Zeiten des Wandels bestmöglich unterstützen kann.

2010 News am Tablet: Gemeinsam mit der Schweizerischen Depeschenagentur SDA gründet die APA die sda Informatik AG in Zürich. Kurz nach dem Marktstart von Apples iPad entwickelt die APA entsprechende News-Anwendungen für Tageszeitungen. Diese präsentieren die E-Paper-Version des Print-Mediums inklusive multimedialer Elemente ideal auf Tablets.

2011 Paid Content & Tochterunternehmen: Der Austria-Kiosk, ein virtueller Zeitungsstand für die österreichischen Verlage, geht im Herbst online. APA-OTS Tourismuspresse wird in APA-OTS integriert. Die Innsbrucker Tochter MediaWatch übersiedelt nach Wien.

2012 Gentics und dpa-digital services: Die Eingliederung der Gentics Software GmbH, ein Profi auf dem Gebiet Content Management Systeme, in die APA-Gruppe wird vorbereitet. Mit Fokus auf Mobile-Publishing-Lösungen in Deutschland wird gemeinsam mit der dpa Deutsche Presse-Agentur die dpa-digital services gegründet.

2013 Gentics und 50 Prozent von dpa-digital services werden mit 1. Jänner 2013 erfolgreich in die APA-Gruppe aufgenommen. Der Schwerpunkt der Redaktion liegt auf dem Super-Wahljahr, in dem die Österreicher sechs Mal ihre Stimme abgeben können. APA-DeFacto bereitet die Verschmelzung von Medienbeobachtung und Medienresonanz-Analysen auf eine Oberfläche vor und optimiert ihre Tools für PR-Profis.

2014 Die Olympischen Winterspiele, die Fußball-WM und der Eurovision Song Contest beschäftigen die APA-Redaktion besonders. APA-OTS öffnet neue Verbreitungskanäle in Richtung Online- und Video-Kommunikation, und Realtime-Analyse-Tools erweitern den DeFacto-Pressespiegel. APA-Campus: APA lanciert erweitertes Fort- und Weiterbildungsprogramm für Menschen in PR und Informationsberufen.

2015 Video wird neben Text, Bild und Grafik viertes integrales Format des APA-Basisdienstes – Ausbau der Live-Berichterstattung und mehr Bewegtbild-Produktionen AFP-Bild: APA wechselt den internationalen Bildanbieter im Basisdienst und arbeitet künftig mit dem Bilderdienst der AFP- Agence France Presse

2016 Clemens Pig wird Vorsitzender der Geschäftsführung. Die US-Wahl und die Bundespräsidentenwahl in Österreich sind die erfolgreichen Pilotprojekte des APA-LiveBlogs. 

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