Eine Bild-Serie über die Präsidentenwahl in Weißrussland ist Österreichs Pressefoto des Jahres. Der freie Fotograf Heinz Stephan Tesarek wurde für die Aufnahmenreihe "Der Ruf des Diktators", die im Wochenmagazin "News" erschienen ist, am Mittwochabend mit dem "Objektiv 2011" ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde der von der APA - Austria Presse Agentur und Canon Österreich initiierte österreichische Preis für Pressefotografie in sechs Kategorien vergeben.
Tesareks prämierte Foto-Serie zeigt den weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko in Begleitung seines Sohnes bei der Stimmabgabe, abendliche Proteste von Oppositionellen gegen den Wahlbetrug sowie die nächtliche Niederschlagung der weißrussischen Demokratiebewegung. Neben dem Hauptpreis gewann Tesarek, der bei seinem Foto-Einsatz übrigens durch weißrussische Polizeikräfte verletzt wurde, auch in der Kategorie Foto-Serien. Daneben schoss Tesarek auch noch das beste Pressefoto in der Kategorie Chronik. Die auf news.at veröffentlichte Aufnahme "eyes wide shot" zeigt ukrainische Jugendliche, die einander Drogen verabreichen.
In der Kategorie Innen- und Außenpolitik gewann APA-Fotograf Roland Schlager mit einem Bild, das Sozialminister Rudolf Hundstorfer von der SPÖ und ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf während einer Verhandlungspause zum Thema Transparenzdatenbank zeigt. Die Kategorie Wirtschaft ging an Stephan Boroviczeny für das im "Kurier" veröffentlichte Bild "Cleaning Ballerina". In der Kategorie Kunst und Kultur erreichte Erich Reismann mit einer im Theatermagazin "Drama" publizierten Aufnahme der Schauspielerin Gertraud Jesserer den ersten Platz. Die Kategorie Sport konnte Andreas Reichart für sich entscheiden. Sein in der Bildagentur Gepa pictures veröffentlichtes Siegerbild zeigt ein Motiv von der Nordischen Ski-WM in Oslo.
Der mit insgesamt 24.000 Euro dotierte Wettbewerb um die besten Pressebilder des Jahres wird mittlerweile zum sechsten Mal von der APA - Austria Presse Agentur und Canon Österreich vergeben. 2011 gab es mit 650 Einreichungen von über 200 Fotografen einen neuen Teilnehmer-Rekord. Die eingereichten Aufnahmen mussten zwischen 15. April 2010 und 31. März 2011 veröffentlicht worden sein.
Die Siegerfotos wurden in einem anonymisierten Verfahren von einer Fachjury ausgewählt. Dafür konnten heuer Peter Baldauf (Canon), Peter M. Bauer (Höhere Graphische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt), Ruth Eichhorn ("Geo", Gruner+Jahr), Alexandra Föderl-Schmid ("Der Standard"), Wolfgang R. Fürst (Neues Magazin für Fotografie aargh.at), Gerhard Hinterleitner (Cyberlab), Jann Jenatsch (Keystone), Christoph Kotanko ("Kurier"), Michael Lang (APA), Erich Lessing (Lessing Culture & Fine Arts Archive), Maria Mann (epa - european pressphoto agency), Rainer Nowak ("Die Presse"), Monika Obermeier (anika handelt) sowie Elisabeth Zankel (Kleine Zeitung Digital) gewonnen werden.
Bewertet werden beim "Objektiv" Thema, Originalität und Motiv - welche Geschichte erzählt das Foto - sowie die technische und gestalterische Qualität der Aufnahmen. Die Sieger der einzelnen Kategorien erhalten Warengutscheine von Canon im Wert von je 3.000 Euro, an den Hauptpreisträger gehen darüber hinaus weitere 6.000 Euro.
Die Bilder des „Objektiv 2011“ werden in drei Ausstellungen öffentlich zu sehen sein:
20. Juni - 1. Juli in der „Graphischen“, Leyser Straße 6, 1140 Wien
Ausstellung aller Bilder (Siegerbilder & Nominierte)
6. September - 9.Oktober in der „Galerie WestLicht“, Westbahnstraße 40, 1070 Wien
Die Siegerbilder werden im Rahmen der Ausstellung zum internationalen World Press Photo-Award präsentiert.
10. - 28. Oktober in der Wiener Hauptbücherei am Urban Loritz Platz Ausstellung aller Bilder (Siegerbilder & Nominierte
Weitere Informationen & Fotos unter www.objektiv-fotopreis.at
Gute Fotos zu schießen ist eine Sache, als Pressefotograf in einem immer enger und härter werdenden Markt zu bestehen, ist etwas ganz anderes. Deutlich wurde dies am Mittwochabend bei der von Canon Österreich und der APA - Austria Presse Agentur vergebenen Auszeichnung der Pressefotos des Jahres. Heinz Stephan Tesarek, der als freier Fotograf gleich zwei Kategorien und den Gesamtpreis "Objektiv 2011" für sich verbuchen konnte, nutzte seinen Auftritt für kritische Worte in Richtung Medienbranche.
Tesareks Bild-Serie über die Präsidentenwahl in Weißrussland wurde von einer hochkarätigen Jury zu Österreichs Pressefoto des Jahres gewählt. Während des Fotoeinsatzes in Minsk wurde der Fotograf von prügelnden weißrussischen Sonderpolizisten schwer an der Hand verletzt und konnte deswegen monatelang seiner beruflichen Tätigkeit nicht nachgehen. Dass Tesarek als freier Fotograf in dieser Zeit von seinem Auftraggeber nicht unbedingt entgegenkommend behandelt worden sein soll, hat für Diskussionen in der Branche gesorgt: "Was unseren Berufsstand betrifft, liegt einiges im Argen", so Tesarek, der auf Details des Disputs nicht näher einging, den Preis aber als "schallende Ohrfeige" für seinen langjährigen Auftraggeber "News" bezeichnete.
Die prämierte Foto-Serie zeigt den weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko in Begleitung seines Sohnes bei der Stimmabgabe, abendliche Proteste von Oppositionellen gegen den Wahlbetrug sowie die nächtliche Niederschlagung der weißrussischen Demokratiebewegung. Neben dem Hauptpreis gewann Tesarek damit auch die Kategorie Foto-Serien. Daneben schoss Tesarek auch noch das beste Pressefoto in der Kategorie Chronik. Die auf news.at veröffentlichte Aufnahme "eyes wide shot" zeigt ukrainische Jugendliche, die einander Drogen verabreichen. Das Preisgeld dafür spendete Tesarek einer karitativen Organisation, die sich um diese Jugendlichen kümmert.
Als "perfekte Darstellung des Zustandes der Großen Koalition" bezeichnete Jurymitglied, "Standard"-Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmid, das Siegerbild in der Kategorie Innen- und Außenpolitik von APA-Fotograf Roland Schlager. Die Fotografie zeigt Sozialminister Rudolf Hundstorfer von der SPÖ und ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf während einer Verhandlungspause zum Thema Transparenzdatenbank. Die Kategorie Wirtschaft ging an Stephan Boroviczeny für das im "Kurier" veröffentlichte Bild "Cleaning Ballerina". In der Kategorie Kunst und Kultur erreichte Erich Reismann mit einer im Theatermagazin "Drama" publizierten Aufnahme der Schauspielerin Gertraud Jesserer den ersten Platz. Die Kategorie Sport konnte Andreas Reichart für sich entscheiden. Sein in der Bildagentur Gepa pictures veröffentlichtes Siegerbild zeigt ein Motiv von der Nordischen Ski-WM in Oslo.
APA-Chefredakteur Michael Lang verwies auf die international teils lebensgefährlichen Arbeitsbedingungen für Pressefotografen. "Die Zahl der Krisenherde nimmt tendenziell zu", und für Machthaber vor der Ablöse sei die Berichterstattung in Wort und vor allem Bild "die größte Gefahr". Zahlreiche Fotografen seien in den vergangenen Monaten unter solchen Umständen verletzt oder getötet worden, so Lang, der aber auch die mitunter fragwürdigen Arbeitsbedingungen für Pressefotografen in Österreich kritisierte.
Canon Österreich-Geschäftsführer Peter Baldauf freute sich über die Rekordzahl an Einreichungen für den "Objektiv 2011". "Mittlerweile ist es ein Prestigepreis", so Baldauf. Die Sieger-Fotos des "Objektiv" werden heuer übrigens erstmals in die Österreich-Ausstellung der "World Press Photo Awards" eingebettet. Der mit insgesamt 24.000 Euro dotierte "Objektiv" wurde bereits zum sechsten Mal von Canon Österreich und der APA - Austria Presse Agentur vergeben.
Die Siegerfotos wurden in einem anonymisierten Verfahren von einer Fachjury ausgewählt. Bewertet wurden Thema, Originalität und Motiv - welche Geschichte erzählt das Foto - sowie die technische und gestalterische Qualität der Aufnahmen. Die Sieger der einzelnen Kategorien erhielten Warengutscheine von Canon im Wert von je 3.000 Euro, an den Hauptpreisträger gingen darüber hinaus weitere 6.000 Euro.
Nähere Informationen, Video vom Event sowie alle Bilder zum Download unter www.objektiv-fotopreis.at .
... in Kürze auf www.objektiv-fotopreis.at
Dieses Bild darf ausschließlich im Zusammenhang mit der Berichterstattung zum Objektiv-Fotopreis entgeltfrei verwendet werden.
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Anfragen zur gesamten Fotoserie unter objektiv@apa.at
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