




Günstiger, effizienter, ohne Alternative: Der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien im heimischen Gesundheitswesen wird von vielen Seiten seit Jahren als wahrer Heilsbringer für den Sektor beworben. Naturgemäß stehen Vertreter aus der IT-Branche dabei in der vordersten Reihe. Denn gerade in Zeiten der aktuellen Wirtschaftskrise wären Aufträge aus dem öffentlichen Bereich ein stabilisierender Faktor.
Versprochen wird jedenfalls eine schöne neue Medizinwelt: E-Medikation, elektronische Entlassungsinformationen, digitale Labor- und Röntgenbefunde sowie der Online-Zugriff auf Diagnosen oder Krankheitsverläufe. Was für die einen unumgänglich ist, gilt bei anderen allerdings nur als „nette Spielerei". Klar ist, dass einige Stolpersteine zu überwinden sind: Massive Kritik gibt es etwa an der schleppenden Umsetzung der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA).
Wie stark wird die IT-Branche bei der Entwicklung entsprechender Konzepte einbezogen? Sind die erforderlichen Technologien einsatzbereit? Welche Hürden entstehen dadurch für ältere oder weniger technikaffine Bürgerinnen und Bürger? Werden hier erneut Insellösungen geschaffen oder ist eine internationale Anbindung - Stichwort Österreich als Tourismusland - möglich?
Wie wird in einem dermaßen sensiblen Bereich der Datenschutz gewährleistet? Welche Auswirkungen könnte die geplante Vorratsdatenspeicherung haben? Werden Lebensversicherungen künftig einen ELGA-Auszug vor Vertragsabschluss verlangen? Haben Ärzte durch „E-Health" wirklich mehr Zeit für die Patientinnen und Patienten? Was sind die Gründe für die bisher eher holprige Entwicklung, wie ist es um den Status quo bestellt und wo geht die Reise hin?
Diese Fragen beleuchten Expertinnen und Experten bei einer Podiumsdiskussion der APA-E-Business-Community am 29. Oktober in Wien.
EBC: Hightech im Gesundheitswesen: Fehlverschreibung oder Wundermittel?29. Oktober 2009, 18:30
Haus der Musik, Dachgeschoß, Seilerstätte 30, 1010 Wien
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