




Der erste gemeinsame virtuelle Zeitungsstand für heimische Kaufzeitungen und -magazine steht kurz vor dem Start: Noch im Herbst geht www.austria-kiosk.at online. Alle relevanten heimischen Verlage sollen dort mit ihren Publikationen vertreten sein. Technisch entwickelt hat die Plattform die APA - Austria Presse Agentur im Auftrag der österreichischen Medienhäuser. Der Hauptnutzen für die Leser liege im gebündelten Österreich-Angebot auf einem Portal, das einzigartig im deutschsprachigen Raum sei.
Laut APA-Geschäftsführer Peter Kropsch soll sich der neue Vertriebsweg für die Verlage in zweifacher Hinsicht rentieren: "Es sollen sowohl Erlöse als auch Erkenntnisse zurückfließen." Das Thema Paid Content im digitalen Raum stehe insgesamt am Anfang der Entwicklung. Die APA wolle hier die Verlage bestmöglich unterstützen, umfassende Erfahrungen zu sammeln, so Kropsch.
Auf der Startseite des Austria-Kiosk findet sich eine Übersicht der angebotenen Medien. Nach einmaliger Registrierung genügt ein Klick plus Passwort-Eingabe, um die gewünschte Zeitung, Zeitschrift oder ein Magazin zu kaufen. Diese sind ab ihrem Erscheinungstag 30 Tage verfügbar und können dauerhaft abgespeichert werden. Die Preise orientieren sich an jenen der Printausgaben. Bis Ende des Jahres sollen Kontingente den Kauf mehrerer Medien zu einem Paketpreis ermöglichen, 2012 sollen auch Funktionen für Kombi-Angebote für bestehende Print-Abonnenten verfügbar sein. Der Austria-Kiosk ist eine HTML/HTML 5 Lösung und somit Plattform-unabhängig auf Tablets wie dem iPad, Laptops oder PCs überall im Internet zugänglich. Eine für das Betriebssystem Android optimierte Version ist bereits in Arbeit.
Grundsätzlich stehe die Teilnahme am Kiosk allen Kauf-Printmedien offen - unter den derzeit fixierten Verlagen gebe es auch solche, die nicht Genossenschafter der APA sind. Die verkauften Exemplare sollen übrigens auch in die Messungen der Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK) einfließen, hieß es weiter. In der Startphase blieben sämtliche Nettoerlöse nach Transaktionskosten bei den hauptfinanzierenden Verlagen. Für kleinere Verlage gebe es eine Eintrittsgebühr sowie eine Erlösteilung. Dies gelte auch für künftige Interessenten, die auf den Austria-Kiosk kommen wollen.
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